Jean Messiha hat 42.000 Euro aus einer Crowdfunding-Kampagne zurückgezahlt, die für die Witwen zweier bei der Flucht von Mohamed Amra im Jahr 2024 getöteten Justizvollzugsbeamten bestimmt war. Seine Anwälte führen das Fehlen einer betrügerischen Absicht an.
Jean Messiha hat die Gelder am Donnerstag vollständig an die Klägerinnen zurückerstattet, wie seine Anwälte mitteilten. Me Gérald Pandelon erklärte gegenüber AFP, dass die 42.000 Euro zurückgezahlt worden seien und kein vorsätzliches oder materielles Element mit dem Vorwurf der Untreue in Verbindung stehe.
Die Anwälte der Witwen äußerten sich kritisch über die Verzögerung. Me Matthieu Chirez merkte an, dass die Rückerstattung erst nach der Erstattung von Strafanzeigen und der medialen Aufmerksamkeit für den Fall erfolgte. Me Pauline Ragot betonte, dass die Sachverhalte weiterhin als erwiesen gälten und nun in den Händen der Justizbehörden lägen.
Die Anzeigen wegen Untreue wurden am 21. Mai in Paris von Sandrine Le Hay Moello und Mary Garcia eingereicht. Jean Messiha hatte den Fehler zunächst auf interne Versäumnisse der Plattform GoFundMe zurückgeführt.