Am 22. Mai 2026 hörte das Strafgericht in Marseille Details über die ausschweifenden Ausgaben von Félix Bingui und seinen Geschäftspartnern in Dubai im Jahr 2022.
Während der Anhörung zitierte die Vorsitzende der 7. Kammer abgehörte Telefonate, aus denen hervorging, dass die Gruppe einen Monat lang jeden Abend 5000 Euro in Restaurants und weitere 5000 Euro in Nachtclubs ausgab.
Die Zahlen stammen von einer Frau, die Félix Bingui und seine rechte Hand Anfang 2022 auf einer Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate begleitete. Die Gruppe traf sich dort mit Mahrez K., einem Bekannten aus Kindertagen aus Marseille, der kurz zuvor nach Dubai gezogen war, um einen Concierge-Service zu gründen.
Die Staatsanwaltschaft beschreibt Félix Bingui als das unangefochtene Oberhaupt der in Marseille ansässigen kriminellen Organisation, die mit Drogenhandel in Verbindung steht, und wirft ihm die Geldwäsche von Einnahmen aus lukrativen Drogenverkaufsstellen vor.