Der ehemalige Ferrari-Teamchef Jean Todt enthüllte, dass Red Bull ihn nach seinem Abschied vom Team im Jahr 2008 kontaktiert hatte, er das Angebot jedoch ablehnte. Todt erzählte die Geschichte während eines Auftritts im High Performance-Podcast und erklärte, dass er stattdessen humanitäre Ziele verfolgen wollte. Später amtierte er von 2009 bis 2021 als FIA-Präsident.
Jean Todt leitete Ferrari von 1993 bis 2007 als Teamchef und führte den Rennstall zu sieben Konstrukteurstiteln und sechs Fahrermeisterschaften. Stefano Domenicali trat 2008 seine Nachfolge an. Todt bekleidete zudem ab 2004 die Rolle des General Managers und ab 2006 die des CEO. Im März 2008 trat er als CEO zurück und verließ im März 2009 den Vorstand. Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz nahm daraufhin Kontakt zu ihm auf und besuchte Todt zweimal in dessen Pariser Zuhause zum Mittagessen, um über eine Leitung des Rennstalls und der Motorsportaktivitäten zu sprechen. Todt lehnte den Vorschlag ab und erklärte: 'Ich habe 2008 beschlossen, dass es an der Zeit war, etwas zurückzugeben. Mein Interesse liegt darin, etwas zurückzugeben.' Er betonte, dass er dieses Kapitel nach der erfolgreichen Leitung einer 'ikonischen Marke' abgeschlossen habe und sich stattdessen für humanitäre Projekte entscheiden wollte. 'Es wäre sehr vermessen zu sagen, dass wir die Welt verändern, aber auch nur ein wenig zu geben, die Augen von Menschen in Not zu sehen, die lächeln, Menschen zum Lächeln zu bringen – das ist ein Gewinn', so Todt.