Die Judicial Service Commission (JSC) hat Richter Mohamed Abdullahi Warsame für das Amt eines Richters am Supreme Court in Kenia nominiert; die Ernennung muss nun durch Präsident William Ruto erfolgen. Mit der Nominierung wird die Vakanz gefüllt, die durch den Tod von Richter Mohamed Khadhar Ibrahim im Dezember letzten Jahres entstanden war. Warsame wurde heute angehört und nur Stunden später nominiert.
Die Judicial Service Commission (JSC) hat Richter Mohamed Abdullahi Warsame für eine Position am Supreme Court nominiert, wie die Vorsitzende Richterin Martha Koome bekannt gab. "Ich freue mich daher bekannt zu geben, dass die Judicial Service Commission den ehrenwerten Richter Mohamed Abdullahi Warsame für die Ernennung zum Supreme Court von Kenia nominiert hat", erklärte Koome.
Gemäß Artikel 166(1)(b) der Verfassung ernennt der Präsident die Richter des Supreme Court auf Empfehlung der JSC, was durch eine Mitteilung im Amtsblatt formalisiert wird. Zuvor war Warsame seit 2012 am Berufungsgericht tätig und davor als Richter am High Court in den Abteilungen für Handels- und Strafrecht sowie für gerichtliche Überprüfungen. Er besitzt einen LLB-Abschluss der University of Nairobi sowie ein Diplom in Rechtswissenschaften der Kenya School of Law.
Warsame wird die Nachfolge von Richter Mohamed Khadhar Ibrahim antreten, der im Dezember vergangenen Jahres im Alter von 69 Jahren verstarb. Er wird dort gemeinsam mit der Vorsitzenden Richterin Martha Koome, der stellvertretenden Vorsitzenden Richterin Philomena Mwilu, Richter Mohammed Ibrahim, Richter Smokin Wanjala, Richterin Njoki Ndung'u, Richter Isaac Lenaola und Richter William Ouko tätig sein.
Koome erklärte, die Kommission sei von Warsames verfassungsrechtlichen Qualitäten überzeugt, darunter berufliche Kompetenz, Integrität, Fairness, fundiertes Urteilsvermögen und ein Bekenntnis zur Rechtsstaatlichkeit. Während des Interviews antwortete Warsame auf eine Frage von Richterin Njoki Ndung'u: "Ich habe in meiner Dienstzeit nie gegen den Willen des Vorsitzenden Richters gehandelt, nachdem ich bereits mit vier Vorsitzenden Richtern zusammengearbeitet habe."
Unter den sechs Nominierten befand sich auch der Berufungsrichter Katwa Kigen, ein Verbündeter von Präsident Ruto, der trotz der Auseinandersetzung mit Befangenheitsvorwürfen nicht ausgewählt wurde.