Kenyas Entscheidung, einen Sicherheitswall entlang der somalischen Grenze zu bauen, wurde 2015 gestartet, um Al-Shabaab-Angriffe zu verhindern, aber das Projekt ist nach Ausgaben von 3,4 Mrd. Sh für nur 10 Kilometer ins Stocken geraten. Kürzlich kündigte Präsident William Ruto nach Sicherheitsbewertungen die offizielle Wiedereröffnung der Grenze im April an. Experten warnen jedoch, dass Al-Shabaab weiter erstarkt.
Der Plan, einen Sicherheitswall entlang der Grenze zu Somalia zu bauen, wurde 2015 gestartet, um Al-Shabaab-Kämpfer daran zu hindern, Angriffe in der Nordostregion, an der Küste und in Nairobi durchzuführen. Das Projekt wurde auf 8 Mrd. Sh geschätzt und umfasste den Bau einer permanenten Barriere über eine 700 Kilometer lange Strecke von Mandera bis zum Indischen Ozean. Die Umsetzung fiel in die Verantwortung des Verteidigungsministeriums statt des Innenministeriums für Sicherheit. Allerdings wurde der ursprüngliche Plan von einer großen Mauer zu einem Stacheldrahtzaun geändert, was Fragen aufwarf. Bis 2019 berichtete die Nationalversammlung, dass nur 10 Kilometer für 3,4 Mrd. Sh gebaut wurden, was über 200 Mrd. Sh zur Fertigstellung erfordern würde. Das Projekt war in drei Sektoren unterteilt: Nord (Mandera bis Elwak), Mitte (Elwak bis Libat) und Süd (Libat bis Kiunga) mit Sicherheitsstellen, Überwachungskameras und Barrieren gegen illegale Migration. Heute gibt es freie Bewegung zwischen Mandera und Bula Hawa in Somalia, mit blühenden informellen Routen. Abgeordnete lehnten 2019 weitere Finanzierung ab und forderten Rechenschaft des Staates. Das Projekt hatte Finanzierungsprobleme, Zahlungen an National Youth Service-Arbeiter und diplomatische Spannungen. Letzte Woche kündigte Präsident William Ruto in Mandera an, dass die Grenze im April nach gründlichen Sicherheitsbewertungen offiziell wiedereröffnet wird, und versprach besseren Schutz. Das Hiraal Institute warnt, dass Al-Shabaab weiter erstarkt, und stellt die Frage, ob die Wiedereröffnung wirtschaftliche Vorteile bringt, ohne die nationale Sicherheit zu gefährden.