Die südafrikanische Koloratursopranistin Mimi Coertse, die durch ihre mehr als 500 Aufführungen als Königin der Nacht berühmt wurde, ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Sie verstarb am 27. April 2026 friedlich in ihrem Zuhause in Pretoria. Coertse war ein Star der Wiener Staatsoper und eine Schlüsselfigur des südafrikanischen musikalischen Erbes.
Mimi Coertse, am 12. Juni 1932 als Maria Sophia Coertse in Durban geboren, verstarb am Montag, den 27. April, kurz vor 21 Uhr eines natürlichen Todes im Schlaf in ihrem Haus in Pretoria. In Südafrika als „Onse Mimi“ bekannt, gelang ihr der Aufstieg von lokalen Bühnen zu internationalem Ruhm. Ihr Debüt gab sie Anfang der 1950er Jahre in der City Hall von Johannesburg mit Händels Messiah, bevor sie 1954 nach Europa zog.
In Wien wurde sie als jüngstes Mitglied in das feste Ensemble der Staatsoper aufgenommen und Mitte der 1960er Jahre zur Kammersängerin ernannt. Coertse brillierte in Rollen wie der Königin der Nacht in Mozarts Die Zauberflöte, der Zerbinetta in Ariadne auf Naxos und der Konstanze in Die Entführung aus dem Serail. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Herbert von Karajan und Karl Böhm zusammen. Professor Jeremy Silver beschrieb ihre Stimme als „kristallin im oberen Register, mit einer erstaunlichen Leichtigkeit für schnelle Koloraturen“ und hob ihre musikalische Eleganz hervor.
Nach ihrer Rückkehr nach Südafrika in den 1970er Jahren heiratete sie den Geschäftsmann Werner Ackerman und widmete sich der Nachwuchsförderung. Sie gründete das Mimi Coertse Stipendium sowie die Konzertreihe Debut with Mimi, um junge Sängerinnen und Sänger aller Herkunft zu unterstützen. Trotz eines rassistisch motivierten Angriffs auf ihr Zuhause setzte sie sich weiterhin für Inklusion ein und wurde vom ANC geehrt. Der Pianist Martin Lane würdigte sie als eine „versierte Förderin südafrikanischer Opernsänger, die alle Bevölkerungsgruppen repräsentieren“.
Coertse erhielt Ehrendoktorwürden der University of Pretoria und der Unisa und wurde im Jahr 2020 als lebende Legende im South African Legends Museum aufgenommen. Ihr Vermächtnis umfasst zahlreiche Aufnahmen, Filmauftritte sowie ihr unermüdliches Engagement für Oper und Liedgesang.