Durch längere Lebenserwartungen erfolgen Erbschaften heute oft erst im Rentenalter, im Vergleich zu etwa 30 Jahren im frühen 20. Jahrhundert. Manche Eltern möchten Teile ihres Vermögens früher an Kinder weitergeben, die es dringender brauchen. Experten betonen, diese Übertragungen vorwegzunehmen, um Familienkonflikte zu vermeiden.
Steigende Lebenserwartungen verschieben Erbschaften auf spätere Altersstufen. Wie Me Charles Callaud, Steuerrechtler, erklärt: „Anfang des 20. Jahrhunderts erbten Menschen um die 30. Heute ist es im Rentenalter.“ Zu diesem Zeitpunkt haben die Begünstigten meist ihr Leben aufgebaut und erwägen eigene Vermögensübertragungen, erläutert Alix Guégan, Senior-Patrimonialingenieurin bei Milleis Banque Privée.
Dieser demografische Wandel verschärft die Probleme. Eltern, die wissen, dass ihre Kinder das Geld früher benötigen könnten, schenken manchmal zu Lebzeiten, vor allem für Immobilienkäufe oder andere Bedürfnisse. Solche Schenkungen unterliegen jedoch Steuern, die mit weniger bekannten Methoden gesenkt werden können.
Me Nathalie Couzigou-Suhas, Sprecherin der Kammer der Pariser Notare, betont die Vorbereitung: „Übertragungen können Dramen auslösen, wenn sie nicht gut antizipiert oder besprochen werden. Um das zu vermeiden, reden Sie darüber. Wir sind keine Psychologen, aber wir informieren Familien optimal über steuerliche und Beziehungsaspekte.“ Offener Dialog gleicht Erwartungen aus und optimiert rechtliche Schritte, um teure Streitigkeiten zu verhindern.
Mit der Alterung der Bevölkerung werden diese Bedenken zunehmen. Fachleute raten, maßgeschneiderte Steuerlösungen zu prüfen, um Schenkungen zu vereinfachen und friedliche Familienübertragungen zu ermöglichen.