Französische Regierung reagiert auf unfühlbare Kaufkraftsteigerung

Trotz statistischer Zuwächse bleibt die Kaufkraft die größte Sorge der Franzosen für 2026 laut jüngster Odoxa-Umfrage für Le Figaro – vor Unsicherheit und Einwanderung. Darauf reagiert neuer Minister Serge Papin mit Vorschlag steuerfreier Abhebungen aus Unternehmenssparrplänen für Geringverdiener.

Die Odoxa-Umfrage für Le Figaro, die die Stärkung der Kaufkraft als führende Priorität für 2026 ausmacht (vor der Bekämpfung von Unsicherheit und Einwanderung), unterstreicht eine anhaltende öffentliche Unruhe, die bis in die frühen 2000er-Jahre reicht und durch die Krise von 2008 verschärft wurde.  nnObwohl offizielle Daten einen Anstieg der Kaufkraft belegen, spüren viele Franzosen diese Verbesserung nicht. Die Lecornu-Regierung geht diesem Missverhältnis nach, indem sie Serge Papin, ehemaligen CEO von Système U, zum Minister für Mittelstand, Handel, Handwerk, Tourismus und Kaufkraft ernannt hat.  nnPapin schlägt vor, Arbeitnehmern mit einem Einkommen unter zwei SMIC (Mindestlohn) im Jahr 2026 bis zu 2.000 Euro steuerfrei aus ihren Unternehmenssparrplänen (PEE) entnehmen zu lassen. Diese gezielte Maßnahme soll bescheidenen Haushalten rasche Entlastung bieten und signalisiert die offizielle Anerkennung der Kluft zwischen Wirtschaftsindikatoren und gelebtem Alltag inmitten anhaltender Sorgen für das kommende Jahr.

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