Der ehemalige Leiter des Nachrichtendienstes im Präsidialamt, Loyiso Jafta, erklärte vor der Khampepe-Kommission, dass der ehemalige Präsident Thabo Mbeki keinen Einfluss auf eine interministerielle Arbeitsgruppe ausgeübt habe, die sich mit den verzögerten TRC-Strafverfolgungen befasste.
Jafta erschien am 13. Juli vor der Kommission zur Kreuzvernehmung. Er gab an, dass Protokolle belegten, dass er nur an der konstituierenden Sitzung der Arbeitsgruppe teilgenommen habe, um deren Aktionsprogramm darzulegen. Spätere Treffen seien operativer Natur gewesen und hätten außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Präsidialamts gelegen.
Rechtsanwalt Howard Varney, der die als Calata-Gruppe bekannten Familien vertritt, argumentierte, dass ehemalige Sicherheitskräfte der Apartheid-Ära Stratcom-ähnliche Taktiken angewandt hätten, um Strafverfolgungen zu behindern. Jafta antwortete, es sei unwahrscheinlich, dass Stratcom eine wesentliche Rolle bei den Entscheidungen zur Strafverfolgung gespielt habe.
Jafta wies darauf hin, dass die Strafverfolgung von Apartheid-Größen wie Eugene de Kock und Adrian Vlok nicht zu Vergeltungsverfahren gegen ANC-Mitglieder geführt habe. Er fügte hinzu, dass das Schicksal vieler Opfer weiterhin ungeklärt sei und die Auffindung ihrer sterblichen Überreste die Zusammenarbeit ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter erfordere.