Der ägyptische Premierminister Mostafa Madbouly hat im Rahmen einer Rundreise zu Entwicklungs- und Infrastrukturprojekten im Nordsinai die Fabrik der National Sinai for Plastic Industries (NSPI) in Bir El-Abd eingeweiht. Der Besuch umfasste Inspektionen von Straßenausbaumaßnahmen und einem bedeutenden Eisenbahnprojekt. Beamte betonten, dass diese Bemühungen das Wirtschaftswachstum auf der Halbinsel unterstützen.
Der ägyptische Premierminister Mostafa Madbouly begann seine Reise mit einem außerplanmäßigen Halt, um die Modernisierungen der 20 Kilometer langen Straße zwischen dem Al-Mathlath-Kontrollpunkt, Gelbana und Balouza zu inspizieren, die im Rahmen der präsidialen Initiative „Decent Life“ vom Verkehrsministerium entwickelt wurde. Zudem begutachtete er Wartungs- und Erweiterungsarbeiten an der Straße von Qantara East nach Arish, darunter die Erneuerung des Fahrbahnbelags, die Verbreiterung der Spuren und Verbesserungen der Sicherheit.
Verkehrsminister Kamel Al-Wazir erklärte, dass Ägypten im Einklang mit den Anweisungen von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi bedeutende Infrastrukturprojekte im Sinai umsetze, um eine umfassende und nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Er betonte, dass der Ausbau der Straßennetze entscheidend sei, um Investitionen in Landwirtschaft, Industrie und Tourismus anzuziehen und gleichzeitig den Zugang zu wesentlichen Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitsversorgung zu verbessern.
Bei der Einweihung der Fabrik in der Industriezone Bir El-Abd bezeichnete Madbouly diese als einen konkreten Schritt in der Strategie des Staates, die industrielle Entwicklung voranzutreiben, insbesondere im Nordsinai mit seinem ungenutzten Potenzial. Die auf einem 20.000 Quadratmeter großen Gelände errichtete Fabrik mit Investitionen in Höhe von 530 Millionen EGP ist das erste Industrieprojekt vor Ort. Die Anlage produziert gewebte Polypropylensäcke für die Verpackung von Zement, Zucker, Mehl und Tierfutter mit einer jährlichen Kapazität von 55 Millionen Einheiten, wobei erstmals in Ägypten fortschrittliche indische Produktionslinien zum Einsatz kommen. Sie beschäftigt 170 Arbeiter, von denen 46 % aus dem Sinai stammen.
Madbouly inspizierte zudem den Fortschritt der 353 Kilometer langen Eisenbahnstrecke Bir El-Abd–Arish–Ras El-Naqab, die Teil des Logistikkorridors Arish–Taba ist, einschließlich des Abschnitts Bir El-Abd–Arish und einer 12 Kilometer langen Verbindung zum Hafen von Arish. Er wies die Beamten an, die Zeitpläne zu beschleunigen, und betonte dabei die verbesserte Verkehrssicherheit, die Effizienz des Transports und den Nutzen für die Bürger.