Marine Le Pen stuft Mélenchons Spott über jüdische Namen als schlimmer als Äußerungen ihres Vaters ein

Als Reaktion auf Jean-Luc Mélenchons kürzlichen Spott über jüdische Namen wie die von Raphaël Glucksmann und Jeffrey Epstein warf Marine Le Pen ihm bei RTL antisemitische Provokation vor und hob die Doppelmoral der Medien hervor, die der Linken gegenüber dem Rassemblement National den Vorzug gibt. Die Sozialistische Partei bezeichnete die Äußerungen als antisemitisch.

Nach den kontroversen Witzen von Jean-Luc Mélenchon über die Aussprache der Namen von Raphaël Glucksmann und Jeffrey Epstein – wie in früherer Berichterstattung detailliert – verurteilte Marine Le Pen, Fraktionschefin der RN-Abgeordneten, die Äußerungen am 4. März 2026 bei RTL. Sie bezeichnete sie als 'bien pires que ce qui a pu être reproché' ihrem Vater Jean-Marie Le Pen und nannte seine früheren Ausrutscher wie den 'détail de l’Histoire' zur Shoah und den Wortwitz 'Durafour crématoire' als Beispiele. Le Pen warf Mélenchon 'provocation électoraliste qui vise à manier l’antisémitisme pour essayer de mobiliser l’électorat antisémite' vor. Dies findet sich wieder in der Erklärung des nationalen Büros der PS vom vorangegangenen Dienstag, die Mélenchons 'caricatures complotistes et propos antisémites' verurteilte. Glucksmann, der angegriffene sozialdemokratische MEP aschkenasischer jüdischer Herkunft, nannte Mélenchon den 'Jean-Marie Le Pen de notre époque', einen 'mélange de trublion et de clown jouant avec les pires codes de l’extrême droite française et de l’antisémitisme'. Mélenchon entschuldigte sich später und äußerte Bedauern darüber, Glucksmann verletzt zu haben. Le Pen hob die ungleiche Behandlung hervor: 'Si quelqu’un du RN avait dit ce qu’a dit Jean-Luc Mélenchon, ça aurait fait la une des journaux télévisés, des journaux papier, ça aurait engendré des manifestations dans la rue. Là, ce n’est pas le cas, parce que c’est quand même un mec de gauche'. Sie schloss sich dem Vorstoß von Jordan Bardella für ein 'cordon sanitaire' um La France insoumise an, insbesondere vor dem Hintergrund mutmaßlicher LFI-Verbindungen zum Tod des rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque, wobei sie an die Rückzüge bei den Parlamentswahlen 2024 gegen das RN erinnerte.

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