Max Verstappen weigerte sich, an einer Formel-1-Pressekonferenz in Suzuka teilzunehmen, bis der Guardian-Reporter Giles Richards den Raum verlassen hatte. Der niederländische Fahrer erklärte vor dem Großen Preis von Japan: „Ich werde nicht sprechen, bevor er geht.“ Der Vorfall resultiert aus Spannungen aufgrund vergangener Medienberichterstattung.
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen bezog während einer Pressekonferenz auf dem Suzuka Circuit vor dem Großen Preis von Japan eine klare Position. Er lehnte es ab, Fragen zu beantworten, bis der britische Journalist Giles Richards von The Guardian den Raum verließ, mit den Worten: „Ich werde nicht sprechen, bevor er geht.“ Diese Aktion unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Verstappen und Teilen der britischen Medien, denen er aufgrund seiner Nationalität und Herkunft Voreingenommenheit vorwirft. Verstappen hat sich darüber beklagt, dass 80 bis 85 % der F1-Medien britisch seien, was zu einer unfairen Berichterstattung über ihn betreffende Vorfälle führe. Er sprach diese Themen nach dem Gewinn seines vierten Weltmeistertitels 2024 in Katar an, inmitten von Auseinandersetzungen mit Lando Norris von McLaren. Der konkrete Anlass reicht bis zur Pressekonferenz beim Großen Preis von Abu Dhabi im letzten Jahr zurück. Dort fragte Richards Verstappen nach dessen Kollision mit George Russell beim Großen Preis von Spanien, bei der ihn eine 10-Sekunden-Zeitstrafe von potenziellen 10 Punkten auf einen Punkt zurückwarf. Verstappen antwortete damals scharf: „Sie vergessen all die anderen Dinge, die in meiner Saison passiert sind. Das Einzige, was Sie erwähnen, ist Barcelona. Ich wusste, dass diese Frage kommen würde. Sie grinsen jetzt so dumm.“ Er fügte hinzu: „Das gehört am Ende zum Rennsport dazu. Man lernt daraus.“ Ein breiterer Kontext ist Verstappens Boykott von Sky Sports F1 im Jahr 2022, nachdem ein Experte behauptet hatte, Lewis Hamilton sei beim Großen Preis von Abu Dhabi 2021 „bestohlen“ worden. Die FIA führte das umstrittene Ende des Rennens später auf einen „menschlichen Fehler“ des ehemaligen Renndirektors Michael Masi zurück, der das Rennen vorzeitig neu gestartet hatte. Verstappen beharrt darauf, dass die Berichterstattung über seine Zwischenfälle auf der Strecke weiterhin gegen ihn gerichtet sei.