Das Gesundheitsministerium hat erstmals einen Gesundheitsalarm für das Hantavirus ausgerufen, der bis zum 31. Juli 2027 gilt und sich von Atacama bis Magallanes erstreckt.
Das Dekret wurde am 28. Juli 2026 veröffentlicht und reagiert auf den Anstieg der Virusletalität, die in diesem Jahr mit 46 Infektionen und 18 Todesfällen bereits 39 % erreicht hat.
Die Unterstaatssekretärin für öffentliche Gesundheit, Alejandra Pizarro, erklärte, dass die Maßnahme präventiv sei und eine Stärkung der Überwachung sowie der Ressourcen ermögliche. „Wir sind sehr besorgt, da die Letalität des Virus in diesem Jahr gestiegen ist“, sagte sie.
Fälle wurden in den Regionen Valparaíso, Metropolitana, O’Higgins, Maule, Ñuble, Biobío, La Araucanía, Los Ríos, Los Lagos und Aysén registriert. Das Dekret befasst sich auch mit gleichzeitigen Risiken wie Arbovirosen und der Vogelgrippe.
Experten wie die Infektiologin Claudia Cortés wiesen darauf hin, dass das Virus normalerweise nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird, und mahnten zu äußerster Vorsicht, wie etwa dem Lüften von Räumen und der Vermeidung von Kontakt mit Nagetieren.