Neue Fälle der Neuwelt-Schraubenwurmfliege in Mexiko setzen US-Rindfleischversorgung unter Druck

Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden in Mexiko diesen Monat fast 700 Fälle der Neuwelt-Schraubenwurmfliege gemeldet, 40 Prozent davon in der Woche bis zum 2. April. Die Ausbreitung nahe der Grenze beschleunigt sich, was die Aussetzung der Lebendrindimporte in die Vereinigten Staaten voraussichtlich verlängern wird. Texas sieht sich einem erhöhten Risiko ausgesetzt, dass der Parasit die dortigen Viehbestände erreicht.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) meldete in diesem Monat fast 700 Fälle der Neuwelt-Schraubenwurmfliege in Mexiko, wobei sich die Nachweise häufen. Die Vereinigten Staaten haben den Import von Lebendrindern aus Mexiko seit letztem Herbst weitgehend ausgesetzt, um eine Ausbreitung zu verhindern. „Die beschleunigte Ausbreitung erschwert die Einschätzung, wann die Importe wieder aufgenommen werden könnten“, sagte Brian Vaccaro, Managing Director bei Raymond James. Mexiko exportierte historisch gesehen etwa eine Million Tiere pro Jahr in die Vereinigten Staaten, was die Rindfleischversorgung angesichts der schrumpfenden US-Herden stützte. Die Aussetzung belastet die US-Lieferkette und führte zu jüngsten Werksschließungen bei Tyson Foods, Cargill und JBS. Die Rindfleischpreise für US-Verbraucher bleiben auf einem historisch hohen Niveau. Jüngste Nachweise in Nuevo León, etwa 100 Kilometer von der Grenze entfernt, bringen Texas laut einer Erklärung des texanischen Landwirtschaftskommissars Sid Miller „direkt in die Schusslinie“. Lubbock Feeders, ein texanischer Mastbetrieb, der auf mexikanische Bestände angewiesen ist, kündigte für dieses Jahr die Schließung an. Der Manager von JBS USA, Wesley Filho, bezeichnete die Wiederaufnahme des Handels als den wichtigsten kurzfristigen Faktor für Angebot und Nachfrage bei Rindfleisch. In Mexiko prognostiziert das USDA für dieses Jahr einen Anstieg der Rinderschlachtungen um 5 Prozent sowie eine Rekordproduktion bei Rindfleisch. Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte im letzten Herbst Investitionen in Höhe von 700 Millionen Pesos in die Rindfleischproduktion an.

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