Der High Court im Northern Cape hat den Antrag der Regierung auf Berufung gegen ein früheres Urteil, das die Erteilung von Exportgenehmigungen für Nashornhörner vorschreibt, zurückgewiesen. Dieser Schritt könnte die Debatte über den legalen internationalen Handel mit Nashornhörnern neu entfachen, der seit 1977 verboten ist.
Die vergangene Woche gefällte Gerichtsentscheidung verpflichtet die Regierung dazu, die Genehmigung für den Export von etwa 500 Nashornhörnern von Rockwood Conservation an Käufer in Kanada, China, Hongkong, Japan, Laos, der Mongolei, den USA und Vietnam zu prüfen. Der Inhaber von Rockwood Conservation, Wicus Diedericks, erklärte, die Anträge seien gestellt worden, um die Möglichkeiten für einen legalen Handel auszuloten. Er fügte hinzu, dass die Erlöse den Schutz der in privater Hand befindlichen Nashörner finanzieren würden.
Das Ministerium für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt teilte mit, dass die Ministerin das Urteil prüfe und gegebenenfalls weitere Rechtsmittel einlegen werde. Daten der Private Rhino Owners Association zeigen, dass sich fast 70 Prozent der rund 16.300 Nashörner Südafrikas mittlerweile in Privatbesitz befinden.
Naturschützer sind nach wie vor gespalten. Dr. Jason Gilchrist von der Edinburgh Napier University wies auf den langjährigen Konflikt zwischen handelsorientierten und nicht-handelsorientierten Ansätzen zum Schutz der Art unter den CITES-Regelungen hin. Gegner argumentieren, dass legale Verkäufe die Nachfrage erhöhen und die Durchsetzung von Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Hörnern erschweren könnten.