Die parlamentarische Untersuchungskommission zum öffentlichen Audiovisuellen nimmt am 19. Januar mit neuen geladenen Persönlichkeiten die Arbeit wieder auf, darunter Léa Salamé, Rachida Dati und Élise Lucet. Ihr Präsident Jérémie Patrier-Leitus strebt nach anfänglichen Spannungen einen ruhigeren Rahmen an. Dieses Thema reiht sich in breitere Debatten über Medienpluralismus und Neutralität in Frankreich ein.
Die parlamentarische Untersuchungskommission zum öffentlichen Audiovisuellen, die eingerichtet wurde, um dessen Funktionsweise, Aufgaben, Finanzierung, Pluralismus und Unparteilichkeit der Berichterstattung zu prüfen, nimmt am Montag, den 19. Januar 2026, die Anhörungen wieder auf. Nach einer ersten Runde von Anhörungen, die von Kontroversen und einer Rahmungsbesprechung Anfang Januar mit dem Präsidium geprägt war, besteht Präsident Jérémie Patrier-Leitus (Horizons) darauf, «in einem würdevollen, seriösen und respektvollen Rahmen» vorzugehen. Er hat die Ladungen vorübergehend ausgesetzt, betont aber die Legitimität der Initiative, um die öffentliche Debatte aufzuklären. Zu den erwarteten Persönlichkeiten gehören Léa Salamé, Rachida Dati und Élise Lucet, die von vielen Franzosen «erwartet» werden. Patrier-Leitus betont die Bindung an das öffentliche Audiovisuelle, lehnt jedoch jede Zensur ab. Dieser Kontext erweitert sich auf breitere Spannungen im französischen Medienumfeld, wie Debatten über Medienneutralität und Privatisierung des öffentlichen Dienstes, die in einem kürzlichen Interview zwischen Patrick Cohen (France Inter, France 5) und Mathieu Bock-Côté (CNews, Le Figaro) besprochen wurden. Cohen stellt fest, dass Journalisten durch Internet und soziale Netzwerke ihr Informationsmonopol verloren haben, was die frühere Vertikalität umgestoßen hat. In der Zwischenzeit wächst die Ungeduld bezüglich der États généraux de l'information, die Emmanuel Macron 2022 initiiert hat, um freie und pluralistische Information zu schützen. Fünfzehn Monate nach dem Bericht von 2024 soll das Gesetzentwurfs, das vom Staatsrat im November 2025 geprüft wurde, Ende Januar oder Anfang Februar 2026 dem Ministerrat vorgelegt werden. Es wird Vertrauen, Unabhängigkeit, Wirtschaftsmodelle und Medienpluralismus behandeln. Elsa Da Costa von der NGO Ashoka France äußert Enttäuschung über die Verzögerung, da sich die Mediensituation verschlechtert und Wirtschaft sowie Demokratie beeinträchtigt.