Nach der einstimmigen Annahme eines Sondergesetzes durch das Parlament am 23. Dezember – nach dem Scheitern des Gemeinsamen Ausschusses – nimmt die Nationalversammlung am Donnerstag die Prüfung des Haushaltsentwurfs für 2026 wieder auf. Abgeordnete erwarten, dass Premierminister Sébastien Lecornu Artikel 49.3 einsetzt, während die PS Verhandlungen führt, ohne sich zu einem günstigen Votum zu verpflichten.
Das Sondergesetz, das nach dem Stillstand des Gemeinsamen Ausschusses am 19. Dezember zum zweiten Mal hintereinander verabschiedet wurde, sichert eine vorübergehende Finanzierung. Die Debatten setzen sich nun am Donnerstag im Finanzausschuss der Nationalversammlung fort, doch Abgeordnete aller Parteien signalisieren, dass sie den Entwurf unabhängig von Änderungen nicht genehmigen werden. Lecornu, der versprach, Artikel 49.3 nicht für Haushalte einzusetzen, muss wählen zwischen der Einhaltung dieses Versprechens – mit dem Risiko eines Haushaltsausfalls – oder der erzwungenen Annahme eines umstrittenen Textes. Die Regierung strebt eine rasche Einigung mit den Sozialisten an, die eine „verantwortungsvolle Opposition“ praktizieren, um Punkte wie die Aktivitätspraemie und Kürzungen um 4.000 Lehrstellen zu gestalten. Gespräche in der Weihnachtspause umfassten Ministerin Amélie de Montchalin mit PS-Abgeordneten Estelle Mercier und Philippe Brun sowie Diskussionen mit PS-Führern Olivier Faure und Boris Vallaud. Nach Zugeständnissen beim PLFSS vor Weihnachten plant die PS höchstens Enthaltung. Die vierstündige Bercy-Sitzung am Dienstag fand Einigkeit bei Steuer- und Grünfonds-Halt, stockte jedoch bei 12-15 Milliarden Euro notwendigen Einsparungen. Lecornu setzt auf Lösung vor den Gemeindewahlen im März. Die Gemeinsame Kommission am Freitag droht zu scheitern und erhöht die 49.3-Aussichten.