Schwedens staatliches Veterinärinstitut (SVA) warnt in diesem Jahr vor einer Gefahr der stärkeren Ausbreitung der tödlichen Blaumeisenkrankheit in Schweden. Meldungen über kranke und tote kleine Vögel, vor allem Blaumeisen, haben seit Februar zugenommen. Das SVA hat die Krankheit auf seiner Website bestätigt.
Schwedens staatliches Veterinärinstitut (SVA) hat seit Februar einen deutlichen Anstieg der Meldungen über kranke und tote kleine Vögel festgestellt. Es betrifft hauptsächlich Blaumeisen, aber auch Kohlmeisen können betroffen sein.
"Normalerweise erhalten wir im Rahmen unserer Wildtierkrankheitsüberwachung vereinzelte Berichte über kranke kleine Vögel, aber wir sehen dies als einen ausgeprägten Trend mit mehr kranken Blaumeisen als gewöhnlich", sagt Karin Olofsson-Sannö, stellvertretende Staatstierärztin am SVA.
Die Blaumeisenkrankheit wird durch ein Bakterium verursacht, das zu Lungenentzündung und einem schnellen Tod bei den Vögeln führt. Das SVA erhält nun landesweit Berichte über "Haufen toter kleiner Vögel" an Futterstellen. "An einem Tag sehen sie völlig gesund aus, am nächsten Tag kann ein Haufen toter Vögel an der Futterstelle liegen", fügt Olofsson-Sannö hinzu.
Ein größerer Ausbruch der Krankheit traf Schweden zuletzt im Jahr 2020.