Der 2025 South African Reconciliation Barometer zeigt, dass die öffentlichen Einstellungen zur Regierung der nationalen Einheit weitgehend gleich geblieben sind. Das Vertrauen in politische Führer und Institutionen bleibt niedrig, Armut und Ungleichheit anhaltende Sorgen. Die South African Broadcasting Corporation stellt die vertrauenswürdigste öffentliche Institution dar.
Der neueste South African Reconciliation Barometer, veröffentlicht 2025, verfolgt die öffentliche Meinung und Einstellungen in der Post-Apartheid-Ära. Er hebt hervor, dass die Ansichten zur Regierung der nationalen Einheit (GNU) sich seit den Vorjahren nicht wesentlich verändert haben. Trotz fortlaufender Versöhnungsbemühungen dominieren große Probleme wie Armut, Ungleichheit und soziale Ausgrenzung die öffentlichen Bedenken. Wenige schwarze Südafrikaner berichten von Verbesserungen der wirtschaftlichen Bedingungen, und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich wird als Hauptbarriere für die nationale Heilung gesehen. Das Vertrauen in öffentliche Institutionen bleibt insgesamt gedämpft. Die Umfrage zeigt geringes Vertrauen in die politische Führung und Schlüsselinstitutionen. Auf eine positive Note für die Medien: Die South African Broadcasting Corporation (SABC) führt mit 54 Prozent öffentlichem Vertrauen und behält ihren Spitzenplatz aus früheren Bewertungen. Der South African Revenue Service (Sars) folgt mit 46 Prozent. Andere Institutionen hinken hinterher: Das Verfassungsgericht mit 35 Prozent, der South African Police Service mit 34 Prozent, das Rechtssystem und der Präsident jeweils mit 33 Prozent. Lokale Regierung und Vizepräsident weisen die niedrigsten Werte auf, mit 26 Prozent bzw. 25 Prozent. Dieser Barometer unterstreicht die Herausforderungen beim Aufbau institutionellen Vertrauens inmitten wirtschaftlicher Ungleichheiten und bietet einen Schnappschuss gesellschaftlicher Stimmungen ohne wesentlichen Fortschritt in Schlüsselfeldern.