Nach seinem ersten Interview, in dem er den Schritt als 'bedauerlich und unklug' bezeichnete, verurteilt der Kongress-Abgeordnete Shashi Tharoor die Ausschließung des bangladeschischen Kricketers Mustafizur Rahman aus der IPL durch das BCCI in einem scharf formulierten Meinungsartikel und nennt es einen diplomatischen Fehltritt, der Sport politisiert, inmitten von Spannungen zwischen Indien und Bangladesch.
Als Vorsitzender des Ständigen Parlamentsausschusses für Außenpolitik argumentiert Tharoor, dass das Verbot gegen Rahman – der von den Kolkata Knight Riders verpflichtet wurde – eine Überreaktion ist, die die inneren Minderheitengewalt in Bangladesch mit der Feindseligkeit Pakistans vermischt. Er beschreibt es als 'selbstzugefügte Wunde', die den meritokratischen Geist der IPL untergräbt. Trotz diplomatischer Bemühungen wie dem jüngsten Besuch des Außenministers S. Jaishankar in Dhaka zur Besprechung von Stabilität und Minderheitenschutz mit BNP-Führer Tarique Rahman warnt Tharoor, dass die Boykottierung von Spielern den Extremisten in die Hände spielt. Er hebt mögliche religiöse Diskriminierung hervor, indem muslimische Kricketer wie Rahman ins Visier genommen werden, während andere wie Litton Das oder Soumya Sarkar möglicherweise verschont bleiben, und betont das Fehlen staatlich geförderter Terrorismus in Bangladesch sowie die starken kulturellen und wirtschaftlichen Bindungen zu Indien. Die Bestrafung eines neutralen Athleten aufgrund von Social-Media-Aufschwung schadet Indiens Image. Tharoor verweist auf Bangladeschs Bitte, seine T20-Weltmeisterschaftsspiele 2026 von Indien nach Sri Lanka zu verlegen, und fordert das BCCI auf, den Cricket unpolitisch zu halten: 'Lassen Sie uns mit Bangladesch fest für unsere Interessen umgehen, aber nicht den Geist des Spiels opfern.'