Sibanye-Stillwater hat einen Rückhaltebecken-Damm bei seinem Lithiumprojekt Keliber in Finnland verlegt, nachdem Hinterlassenschaften eines gefährdeten Flughörnchens entdeckt wurden. Die Anpassung schafft eine 100-Meter-Pufferzone, um die nachtaktive Art zu schützen. Dies spiegelt die strengen finnischen Naturschutzbestimmungen bei Europas erstem Lithiumprojekt wider.
Hinterlassenschaften eines Flughörnchens haben Sibanye-Stillwater dazu veranlasst, die Pläne für sein Lithiumprojekt Keliber in Finnland, der ersten Lithiummine Europas, anzupassen. Es wurden zwar keine Tiere gesichtet, doch die Beweise erforderten gemäß den finnischen Naturschutzvorschriften entsprechende Änderungen.
„Niemand hat die Tiere dort tatsächlich gesehen, aber die Ausscheidungen belegen ihre Anwesenheit. Deshalb müssen wir dies bei der Planung berücksichtigen“, sagte Sibanye-Geschäftsführer Richard Stewart gegenüber der Daily Maverick. Während einer Besichtigung vor Ort stellten die Beamten fest, dass das Rückhaltebecken um etwa 100 Meter verlegt wurde, um eine Pufferzone für die Art zu schaffen, die in Finnland gefährdet ist und auch in Estland vorkommt.
Sibanye hat sich auch anderen Wildtieren gewidmet, darunter Moorfrosch, Steinadler und Fischotter. Für die Frösche wurden neue Teiche angelegt, für Adler sind künstliche Nester und Winterfütterungen geplant, und für Fischotter wurden unter einer Brücke Holzplattformen installiert, damit sie das Überqueren der Straße vor 65-Tonnen-Lastern vermeiden können. Bisher wurden diese Einrichtungen weder von Moorfrosch noch von Fischotter genutzt, obwohl in der Nähe eines Teichs ein Bär gesichtet wurde.
Das Unternehmen erklärt, dass Umweltverträglichkeitsprüfungen auf geringe bis moderate Auswirkungen des Projekts auf die Artenvielfalt hindeuten. Diese Maßnahmen unterstreichen die zunehmende Kontrolle von Bergbauvorhaben im Hinblick auf den Schutz gefährdeter Arten angesichts der steigenden Nachfrage nach grünen Metallen wie Lithium.