Unter dem neuen Geschäftsführer Daniel Belaúnde hat Sky Airline im Zuge von Gesprächen über einen Beitritt zur Abra Group Entlassungen, Frequenzkürzungen und Preiserhöhungen vorgenommen, um die Rentabilität zu priorisieren. Diese Schritte gehen mit der Nebensaison und der Verleasung von Flugzeugen an Viva Aerobus einher. Quellen berichten trotz sinkender Passagierzahlen von verbesserten Finanzkennzahlen.
Daniel Belaúnde, seit August 2025 Geschäftsführer von Sky Airline, hat eine Umstrukturierung vorangetrieben, um die Verluste von über 10 Millionen US-Dollar im Jahr 2024 sowie kleinere Verluste im Jahr 2025 auszugleichen. Die Fluggesellschaft, die sich im Besitz der Familie Paulmann Mast befindet, führt Gespräche über einen Beitritt zur Abra Group, der Muttergesellschaft von Gol und Avianca, wobei jedoch vor Jahresende keine regulatorischen Genehmigungen in Chile und Peru zu erwarten sind. Im Januar 2026 verleaste Sky fünf Airbus A320Neo-Flugzeuge ohne Besatzung an Viva Aerobus, wobei die Maschinen Ende März übergeben wurden. Dies führte laut Gewerkschaftsangaben am 26. März zu Entlassungen von 71 Besatzungsmitgliedern. Das Unternehmen berichtet, dass in diesem Jahr 16 Piloten das Unternehmen verlassen haben, acht davon im März, bei einer Gesamtbelegschaft von 1.000 Mitarbeitern. Dies wird mit saisonalen Anpassungen und höherer Produktivität begründet, da Piloten nun etwa 70 Stunden monatlich fliegen im Vergleich zu 53 Stunden zuvor. Daten der Junta Aeronáutica Civil zeigen Rückgänge bei inländischen Passagierzahlen von 31,7 % im Januar und 18,5 % im Februar sowie internationale Rückgänge von 15,6 % und 7,9 %. Dennoch stiegen die Umsätze in der Hochsaison aufgrund von Preiserhöhungen, wie etwa 106 US-Dollar auf der Strecke Santiago-Antofagasta, was den Umsatz gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelte. Sky weist darauf hin, dass sich der Net Promoter Score von -15 im Juni 2024 auf über 45 im ersten Quartal 2026 verbessert hat und erwartet drei neue A321Neo XLR für Langstreckenrouten. Chiles Fiscalía Nacional Económica leitete am 27. Januar eine Untersuchung ein, während Indecopi in Peru am 17. März aufgrund von Bedenken hinsichtlich Routen wie Lima-Miami in die zweite Phase der Prüfung eintrat.