Nach Enthüllungen über acht von der Kanzlei Viviane Barci de Moraes gecharterte Flüge mit Flugzeugen, die mit Daniel Vorcaro von der Banco Master in Verbindung stehen, bezeichneten Anwälte großer Kanzleien die Praxis als selten und realitätsfern, da günstigere kommerzielle Optionen bevorzugt würden. Die Kanzlei und Minister Alexandre de Moraes bestritten Unregelmäßigkeiten.
Nach der Berichterstattung von Folha de S.Paulo über acht Flüge zwischen Mai und Oktober 2025 – sieben davon mit Jets der Prime Aviation, die über einen Fonds mit Daniel Vorcaro verbunden sind, und einer mit einer Falcon 2000, die von seinem Schwager Fabiano Zettel kontrolliert wird – äußerten Anwälte renommierter Kanzleien Überraschung über die Abhängigkeit der Kanzlei Barci de Moraes von solchen Diensten für routinemäßige Strecken zwischen Brasília und São Paulo.
"Diese Art von Komfort gilt als weltfremd", sagte ein anonymer Anwalt. Die gängige Praxis sieht die Buchung regulärer Linienflüge im Voraus vor, wobei Charterflüge Ausnahmen wie nicht verfügbaren Flügen vorbehalten sind und einer besonderen Genehmigung bedürfen.
Die Kosten sind beträchtlich: etwa 70.000 R$ für eine Phenom 100 auf dieser Strecke, bei anderen Modellen noch höher, obwohl zahlreiche kommerzielle Flugverbindungen zur Verfügung stehen.
Barci de Moraes erklärte, man beauftrage je nach operativem Bedarf 'verschiedene Lufttaxidienste' und unterhalte keine persönlichen Beziehungen zu Vorcaro oder Zettel. Die Kosten würden mit einem bis November 2025 laufenden Vertrag mit der Banco Master in Höhe von 3,6 Millionen R$ pro Monat verrechnet. Minister Alexandre de Moraes bezeichnete die Berichte als 'absolut falsch' und wies Behauptungen über gemeinsame Flüge mit Vorcaro oder Zettel zurück.