Grupo Abra hat zugestimmt, die Kontrolle über Sky Airline zu übernehmen und so seine Präsenz in Chile und Peru zu stärken. CEO Adrián Neuhauser betonte, dass das Geschäft Sky ermöglichen werde, auf gleicher Ebene mit Konkurrenten wie LATAM und JetSmart zu konkurrieren. Der Prozess erfordert behördliche Genehmigungen, die bis zu einem Jahr dauern können.
Vor einem Monat kündigte Grupo Abra eine Vereinbarung zur Übernahme der Kontrolle über Sky Airline an, die chilenische Fluggesellschaft der Familie Paulmann Mast. Das Geschäft geht auf eine Anleihe von 70 Millionen US-Dollar zurück, die Sky im September 2021 emittiert hat und die Abra zunächst in Aktien umwandelte, die 41 Prozent des Kapitals repräsentierten. Durch Verhandlungen übernimmt Abra die volle Kontrolle über Sky, während die Familie Paulmann eine Beteiligung am multinationalen Holding erhält, zu dem Avianca, Gol und Wamos Air gehören.
Adrián Neuhauser, chilenischer CEO von Abra, bezeichnete die Übernahme als Meilenstein für 2025 auf einer Pressekonferenz zu den Plänen von Avianca. „Wenn sie unsere Karte sehen, erkennen sie, dass es in Chile und Peru noch eine Lücke gibt, die wir füllen wollen; wir halten Sky für einen großartigen Partner“, sagte er. Abra ist in Kolumbien, Ecuador und Zentralamerika über Avianca und in Brasilien über Gol präsent und strebt eine Expansion in Südamerika an.
Die Transaktion bedarf der Genehmigung des Nationalen Wirtschaftsstaatsanwaltschaft (FNE). „Wir starten einen Prozess, der wahrscheinlich den Großteil eines Jahres dauern wird“, erläuterte Neuhauser und wies darauf hin, dass die Unterlagen vor über einem Monat eingereicht wurden. Diese Integration wird Sky gegenüber Wettbewerbern stärken: LATAM wird von Delta Air Lines und Qatar Airways unterstützt (je 10 Prozent), während JetSmart zu Indigo Partners gehört, den Eigentümern von Frontier Airlines.
Neuhauser hob die Vorteile für Verbraucher hervor: „Wir glauben, dass es eine sehr gesunde Sache ist, die ein besseres Produkt bietet... mehr Konnektivität für Sky-Kunden.“ Abra hat keine unmittelbaren Pläne für weitere Übernahmen, bleibt aber offen für Chancen. Avianca, das vor vier Jahren aus der Chapter-11-Restrukturierung hervorging, wird bis 2031 800 Millionen US-Dollar in 246 neue Flugzeuge investieren und ab dem 15. Januar Business Class auf allen Flügen anbieten.