Stauffenberg-enkel kritisiert kabarettisten nach afd-auftritt

Karl Graf von Stauffenberg hat die Äußerungen des Kabarettisten Uwe Steimle auf einer AfD-Veranstaltung scharf verurteilt. Steimle hatte Friedrich Merz mit dem Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau ermittelt nun wegen möglicher Störung des öffentlichen Friedens.

Karl Graf von Stauffenberg äußerte sich gegenüber der Bild-Zeitung fassungslos über die Worte Steimles. «Ich bin sprachlos. Das ist Geschichtsklitterung par excellence», sagte er. Sein Großvater habe Recht, Ordnung und Freiheit wiederherstellen wollen.

Steimle hatte bei der Veranstaltung in Dessau-Roßlau erklärt: «Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht.» Er hatte zudem über ein Porträt von Angela Merkel gesprochen und Andeutungen gemacht, die als Drohung interpretiert werden könnten.

Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuchs ein. Die AfD-Veranstaltung fand wenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt und sorgte auch durch das Singen der DDR-Nationalhymne für Aufsehen.

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