Das genähte Schiff der indischen Marine INSV Kaundinya segelte am 29. Dezember von Porbandar aus und erreichte Muskat in Oman, wobei es alte Seewege nachfuhr. Die 17-tägige Reise präsentierte alte indische Schiffbautechniken. Historiker Sanjeev Sanyal erklärte, sie widerlege die koloniale Erzählung, dass Inder das Meer fürchteten.
Die INSV Kaundinya, modelliert nach einem fünften-Jahrhundert-Schiff aus den Ajanta-Höhlenmalereien, wurde von Keralakünstlern mit Kokosfaser-Nähten, traditioneller Holzzimmerei, Kokosfasern und natürlichen Harzen gebaut, ohne moderne Nägel oder Metallbefestigungen. Sie verfügt über quadratische Baumwollsegel, keinen Motor und verlässt sich auf Wind und nachlaufende Ruder. Benannt nach dem legendären indischen Seefahrer Kaundinya, der nach Südostasien segelte, startete das Schiff seine Jungfernfahrt von Porbandar nach Muskat. Über 17 Tage wurde die Crew von indischen Fischerbooten in der Nähe von Sir Creek verfolgt, ertrug 40-Grad-Neigungen in schwerer See und navigierte windstille Phasen. Sie beobachteten nachts biolumineszentes Phytoplankton und nährten sich mit Thepla und Mangopickle, als frische Rationen aufgebraucht waren. Skipper Commander Vikas Sheoran beschrieb es als 'surreales Gefühl', und hob die Herausforderung hervor, die Moral bei wiederholten Mahlzeiten und starker Rollbewegung aufrechtzuerhalten. Historiker Sanjeev Sanyal, ein Crewmitglied, bemerkte: 'Es gab eine koloniale Erzählung, dass Inder das Meer fürchteten; wir haben bewiesen, dass das nicht stimmt.' Er hob die 4-Knoten-Geschwindigkeiten hervor, notierte aber die Rollneigung des Schiffs. Expeditionsleiter Commander Y Hemanth Kumar, seit 2021 beteiligt, nannte die Reise 'wie das Beobachten des Wachstums eines Kindes' und betonte das indische Schiffbauerbe und sein Potenzial, Jugendliche zu inspirieren. Die indische Botschaft in Muskat erklärte, die Fahrt symbolisiere über 5000 Jahre maritimer und kultureller Bindungen zwischen Indien und Oman, passend zu 70 Jahren diplomatischer Beziehungen. Das Schiff wird überprüft und in Wochen nach Karwar zurückkehren.