Kostbare Gegenstände aus dem Élysée-Palast wie Sèvres-Porzellan und Baccarat-Champagnerflöten wurden gestohlen und online auf Vinted zum Verkauf angeboten. Drei Männer sind in diesem amateurhaften Plündern verwickelt, das über mindestens zwei Jahre andauerte. Der Schaden wird auf 15.000 bis 40.000 Euro geschätzt.
Der Fall begann mit einer internen Alarmierung im Élysée. Der Generalintendant stellte wiederholte Verschwinden von ausgestellten Gegenständen im Palast oder aus Tischservices für offizielle Abendessen fest. Diese Objekte, die in den Lagerräumen im ersten Stock des Westflügels aufbewahrt werden, umfassen Sèvres-Porzellan, Baccarat-Champagnerflöten und eine René-Lalique-Statuette.
Die Sèvres-Manufaktur, der historische Lieferant des Palasts, identifizierte rasch mehrere verdächtige Objekte, die auf spezialisierten Plattformen, einschließlich Vinted, zum Verkauf angeboten wurden. Gespräche mit dem Personal lenkten die Ermittlungen auf ein Trio: einen Sammler aus Versailles namens Ghislain M., den Maître d’Hôtel Argentier des Élysée und einen Hehler, der als Wächter im Louvre arbeitete.
Die drei Männer gestanden den Gendarmen, über hundert Stücke Sèvres-Porzellan gestohlen und weiterverkauft zu haben. Dieser Diebstahl und Hehlerei, die als amateurhaft beschrieben wird, erstreckte sich über mindestens zwei Jahre. Fast alle gestohlenen Stücke wurden inzwischen an das Élysée zurückgegeben.
Der Gesamtschaden wird auf 15.000 bis 40.000 Euro geschätzt. Die Verdächtigen wurden wegen dieser Taten vor Gericht gestellt, was ein diskretes, aber systematisches Plündern präsidentialer Güter aufdeckt.