Die Nationale Dialogkommission Äthiopiens hat nach der Überwindung zahlreicher Herausforderungen mit der ersten Runde von Treffen zur Agenda-Festlegung und zur Auswahl der Teilnehmer mit Akteuren aus Tigray in Addis Abeba begonnen. Zuvor hatten Sicherheitsbedenken in der Region solche Konsultationen dort verhindert.
Addis Abeba, 1. April 2026 - Die äthiopische Nationale Dialogkommission hat in Addis Abeba die erste Runde von Treffen zur Agenda-Festlegung und zur Auswahl der Teilnehmer am nationalen Dialog mit Interessenvertretern aus verschiedenen Woredas und Zonen der Region Tigray gestartet. Konsultationen in der Region selbst waren ins Stocken geraten, da bewaffnete Gruppen eine freie Teilnahme behinderten und eine offizielle Zusammenarbeit verweigerten. Weyzero Keriya Ibrahim bezeichnete die Entscheidung, die Gespräche in Addis Abeba abzuhalten, als 'korrekt und angemessen'. Der Prozess, der von heute bis zum 3. April läuft, umfasst sowohl in Tigray gebürtige Personen als auch Einwohner von Addis Abeba. Die Teilnehmer erörtern politische, soziale und wirtschaftliche Missstände, die Rechenschaftspflicht für vergangene Gräueltaten sowie die künftige nationale Verantwortung. Der Kommissionsvorsitzende Mesfin Araya hatte zuvor erklärt, dass es in Äthiopien keine unlösbaren Probleme gebe. Keriya betonte, dass Probleme friedlich und nicht mit Gewalt gelöst werden müssten.