Firefighters using ladder, rope, and special suit rescue two uninjured youths from breaking ice floe on Baltic Sea near Scharbeutz.
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Zwei Jugendliche von Eisscholle in Scharbeutz gerettet

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Am Sonntag, den 15. Februar, wurden in Scharbeutz zwei Jugendliche von einer abbruchenden Eisscholle auf der Ostsee gerettet. Die Feuerwehr führte den Einsatz mit Leine, Leiter und Spezialanzug durch, und die Betroffenen blieben unverletzt. Viele fordern eine Kostenübernahme durch die Leichtsinnigen, doch das ist gesetzlich nicht möglich.

In Scharbeutz, einem Urlaubsort in Schleswig-Holstein, brach am Nachmittag des 15. Februars eine Eisscholle ab, auf der sich zwei Jugendliche befanden. Sie hatten zuvor über eine etwa fußbreite Spalte im Eis gestiegen, woraufhin der Abschnitt abbrach und sie abtrieb. Gegen 14 Uhr alarmierte ein Notruf die Feuerwehr. „Als unsere ersten Einsatzkräfte vor Ort eingetroffen sind, befanden sich zwei Personen auf einer Eisscholle auf der Ostsee und die Eisscholle entfernte sich immer weiter vom Strand“, berichtete Einsatzleiter René Konietzny von der Feuerwehr Scharbeutz.

Die Rettung dauerte rund 30 Minuten. Die Feuerwehr erreichte die Jugendlichen mit einer Leine, zog sie heran und sicherte sie. Ein Feuerwehrmann im speziellen Eisrettungsanzug kletterte über eine Leiter auf die Scholle und half ihnen an Land. Beteiligt waren Helfer aus mehreren Feuerwehren, ein Rettungsboot, eine Drohnengruppe, der Rettungsdienst und die Polizei. Die Jugendlichen wurden unverletzt an den Rettungsdienst übergeben.

Viele Leser äußern auf Plattformen wie Facebook Ärger über den Leichtsinn und fordern, dass die Betroffenen die Einsatzkosten tragen sollten. „Solche sollten die Rettung selbst bezahlen... es wurde genug gewarnt, das Eis nicht zu betreten“, schrieb eine Nutzerin. Bürgermeisterin Bettina Schäfer verweist jedoch auf das Gesetz über den Brandschutz und die Hilfeleistungen der Feuerwehren: Solche Einsätze zur Rettung von Leib und Leben dürfen nicht in Rechnung gestellt werden. Sie appelliert: „Bleiben Sie mit beiden Füßen an Land, passen auf Ihre Kinder und Hunde auf.“

David Siegmund, Sprecher der Feuerwehr Scharbeutz, erklärt, dass gefrorene Wellen die Grenze darstellen, die nicht überschritten werden sollte. Markierungen seien aufgrund der Dynamik der Ostsee schwierig. „Die Ostsee ist sehr dynamisch.“ In den vergangenen Wochen rettete die Feuerwehr dreimal Hunde aus dem Eis; die Personenrettung von einer Eisscholle war in 20 Jahren eine Premiere.

Dieser Vorfall ist Teil einer Serie von Eisunfällen in der Region seit Jahresbeginn, darunter Rettungen von Mensch und Tier in Scharbeutz und Umgebung. Die Feuerwehr warnt erneut vor erheblicher Lebensgefahr auf dem dünnen, brüchigen Eis.

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