Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat mehrere kenianische Staatsbürger identifiziert, die bei Kämpfen für Russland nahe dem Dorf Borowa in der Region Charkiw ums Leben gekommen sind. Die Gruppe starb bei einem ukrainischen Mörserangriff. Mehrere kenianische Familien haben die Regierung dazu aufgerufen, ihre in Russland vermissten Angehörigen ausfindig zu machen.
Der ukrainische Militärgeheimdienst (HUR) meldete, dass eine Gruppe von Kenianern, die vom russischen Militär nahe dem Dorf Borowa in der Region Charkiw eingesetzt worden waren, bei einem ukrainischen Mörserangriff getötet wurde. Zu den Identifizierten gehört der 2003 geborene Eric Mwangi Nyambura, dessen Identität durch das Projekt „Ich will leben“ – eine Hotline zur Förderung von Aufgabe und Kapitulation – bestätigt wurde. Die anderen sind Joseph Kamau Wanjiru, Joel Ngure Karithi und Ronald Kipkirui Kibet, die gemeinsam im Oktober 2025 reisten, Verträge unterzeichneten, eine kurze Ausbildung erhielten und an die Front geschickt wurden. HUR gab an, dass Nyambura ursprünglich als Funker eingesetzt, später jedoch in eine Sturmeinheit versetzt wurde und an der Front fiel. Der Geheimdienst hat fast 3.000 afrikanische Staatsbürger identifiziert, die Verträge mit Russland unterzeichnet haben, wobei Kenianer eine der größten Gruppen bilden. Die größten Kontingente stammen aus Kenia, Ägypten, Kamerun, Ghana, Nigeria, Uganda, Algerien, Mali, dem Südsudan und Südafrika. Bis August 2025 waren über 316 Afrikaner, die für Russland kämpften, gefallen, wobei die tatsächliche Zahl möglicherweise höher liegt. Das kenianische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Diaspora berichtet von mindestens drei bestätigten toten Kenianern, zwei Gefangenen und 16 Vermissten. Premierminister Musalia Mudavadi traf sich kürzlich mit russischen Behörden, die zusicherten, die Rekrutierung von Kenianern zu beenden und bei der Repatriierung zu helfen, wobei Einsätze an der Front die Rückkehr erschweren. Die Enthüllungen haben großes Leid über Familien gebracht, die in Russland nach besseren Lebensbedingungen gesucht hatten.