Ein Bundesrichter im Northern District of California hat einem Sammelklagevergleich in Höhe von 7,85 Millionen US-Dollar gegen Sony Interactive Entertainment wegen angeblicher wettbewerbswidriger Praktiken im PlayStation Store vorläufig zugestimmt. Anspruchsberechtigte Nutzer des US-PlayStation-Network, die zwischen dem 1. April 2019 und dem 31. Dezember 2023 bestimmte digitale Spiele oder Gutscheine erworben haben, könnten automatische Store-Guthaben oder Rückerstattungen erhalten, selbst wenn ihre Konten inaktiv sind (ehemalige Nutzer sollten sich an die Anwälte wenden). Eine finale Anhörung zur Fairness des Vergleichs ist für den 15. Oktober 2026 angesetzt.
Der Vergleich im Fall Caccuri et al. gegen Sony Interactive Entertainment LLC (eingereicht am 7. Mai 2021) wurde am 8. April 2026 vorläufig genehmigt, wobei die Saveri Law Firm den Abschluss am 29. April 2026 bekannt gab. Der Hauptkläger Agustin Caccuri beschuldigte Sony, den digitalen Spieleverkauf zu monopolisieren, indem das Unternehmen im April 2019 den Verkauf spielspezifischer digitaler Gutscheine durch Drittanbieter stoppte. Dies betraf Händler wie Amazon, Best Buy, GameStop, Target und Walmart und zwang Nutzer zu höheren Preisen im PlayStation Store. Sony hat die Vorwürfe wettbewerbswidrigen Verhaltens zurückgewiesen.
Die Entschädigung umfasst über 4,4 Millionen anspruchsberechtigte US-PSN-Konten für Käufe bestimmter digitaler Spiele (z. B. The Last of Us, NBA 2K18, Need for Speed Rivals, Destiny, Destiny 2, Nier: Automata, Resident Evil 4 Remake, Until Dawn) oder Gutscheine von Einzelhändlern im genannten Zeitraum (direkte Online-Käufe im PS Store sind ausgeschlossen). Anspruchsberechtigte Nutzer qualifizieren sich automatisch, sofern sie sich nicht bis zum 2. Juli 2026 abmelden oder bereits zuvor Einspruch erhoben haben; ehemalige Kontoinhaber müssen sich separat an die Anwälte wenden. Guthaben werden nach der endgültigen Genehmigung automatisch auf aktive, verknüpfte PSN-Konten ausgestellt; eine vollständige Liste finden Sie auf der Website zum PSN Digital Games Settlement.
Ein früherer Vergleichsversuch wurde im Juli 2025 wegen unzureichender Details zur Rückerstattung abgelehnt. Die Anhörung am 15. Oktober 2026 wird darüber entscheiden, ob die Einigung fair, angemessen und hinreichend ist, einschließlich der Mittelverteilung und Anwaltskosten. Dieser US-Fall unterscheidet sich von der britischen Sammelklage (PlayStation You Owe Us), in der Sony mit Forderungen von bis zu 2,7 Milliarden US-Dollar wegen Übervorteilung konfrontiert ist, und folgt einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2024, das Sonys Urheberrechtsansprüche gegen Cheat-Software von Drittanbietern zurückwies.