Der ehemalige Minister für Bergbau und Energie, Amylkar Acosta, warnte vor dem Risiko einer Energierationierung in Kolumbien aufgrund des El-Niño-Phänomens und schlug Maßnahmen wie die Vorverlegung der offiziellen Uhrzeit vor.
Acosta wies in einem Interview mit La FM de RCN Radio darauf hin, dass das Stromnetz mit einem festen Versorgungsdefizit von 2,3 % konfrontiert ist, was 259,92 Gigawattstunden pro Tag entspricht. Die Nachfrage stieg im Mai um 8,8 %, ein historischer Anstieg, der mit den steigenden Temperaturen zusammenhängt. Der ehemalige Amtsträger warnte davor, dass das System während der Spitzenzeiten nur 90 % des erforderlichen Verbrauchs deckt. Er schlug vor, die offizielle Uhrzeit wie im Jahr 1992 vorzustellen und das Programm „Apagar Paga“ von 2015 zu wiederholen, um Einsparungen zu belohnen. Zudem empfahl er differenzierte Tarife mit niedrigeren Preisen zwischen 8:00 und 12:00 Uhr sowie zwischen 14:00 und 18:00 Uhr, um den Verbrauch auf die Nebenzeiten zu verlagern. Er erwähnte, dass in der Karibikregion Unternehmen wie Air-e und Afinia bereits geplante Abschaltungen durchführen.