Ein Gesetzentwurf der Ökologen, der am 12. Februar 2026 in der Nationalversammlung geprüft wird, zielt darauf ab, Bürgermeistern die gleichen Requisitionsbefugnisse wie Präfekten zu geben, um leerstehende Wohnungen für Obdachlose und schlecht Untergebrachte zur Verfügung zu stellen. Die Regierung lehnt den Text ab und hält ihn für unwirksam und teuer. Diese Initiative belebt eine historische Debatte über die Wohnungsnot in Frankreich neu.
Am 12. Februar 2026 prüft die Nationalversammlung einen Gesetzentwurf des Öko-Blocks. Der Text schlägt vor, den Bürgermeistern die Requisitionsbefugnisse der Präfekten zu erweitern, um leerstehende Räume Obdachlosen und schlecht Untergebrachten zuzuweisen. nnDie Geschichte der Requisitionen in Frankreich reicht zurück bis zur Verordnung von 1945, die unter der provisorischen Regierung von General de Gaulle erlassen wurde. 1947 mobilisierte der Staat auf diese Weise 88.000 Wohneinheiten. Jüngst, zwischen 1995 und 1997, nach der Besetzung eines Gebäudes in der Rue du Dragon im 6. Arrondissement von Paris durch die Association Droit au logement, requirierte Präsident Jacques Chirac tausend Wohnungen, um Menschen auf der Straße vorübergehend unterzubringen, auf Basis desselben Gesetzestexts. nnEin Gesetz von 1998 führte ein neues Verfahren ein, doch die Wohnungsnot und die Obdachlosigkeit haben sich seither verschlimmert. Trotz wiederholter Forderungen von Bürgermeistern, Abgeordneten und Verbänden für schlecht Untergebrachte gab es in den letzten Jahren keine großangelegten Operationen. nnDie Regierung verweigert die Unterstützung dieses Gesetzentwurfs. Wohnungsminister Vincent Jeanbrun erklärt in einer schriftlichen Antwort: «Die Requirierung von Wohnungen ist nicht wirksam, sie ist sehr kostspielig und ein grundlegender Angriff auf Eigentumsrechte.» Er fügt hinzu: «Es ist bedauerlich, dass jene, die mehr Mittel für Wohnen in unserem Land wollen, gegen den Haushalt gestimmt haben, der 110 Millionen Euro mehr für Notunterkünfte vorsah, was Tausende zusätzliche Plätze bedeutet.» nnDiese Debatte unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Eigentumsrechten und dringenden Lösungen für den Wohnraummangel.