Die Bank of Brasília (BRB) hat den Rücktritt von zwei Mitgliedern des Prüfrats angekündigt, deren Nominierungen einem Fonds zugeschrieben wurden, der mit dem Reag-Manager verbunden ist und vom Zentralbank liquidiert wurde. Leonardo Roberto Oliveira de Vasconcelos und Celivaldo Elói Lima de Sousa behaupten, nichts von der Verbindung zum Borneo-Fonds zu wissen. Der Rücktritt wurde am 13. Februar 2026 als wesentliche Tatsache gemeldet.
Die Bank of Brasília S.A. (BRB) hat am 13. Februar 2026 als wesentliche Tatsache den Erhalt von Rücktrittsgesuchen von Leonardo Roberto Oliveira de Vasconcelos, titularem Mitglied des Prüfrats, und Celivaldo Elói Lima de Sousa, stellvertretendem Mitglied, bekanntgegeben. Die Nominierungen der beiden für die Positionen wurden dem Borneo-Fonds zugeschrieben, der 3,1 % des BRB-Kapitals hält und von Reag Investimentos verwaltet wurde, das am 15. Januar 2026 außergerichtlich vom Zentralbank liquidiert wurde wegen Nichteinhaltung von Vorschriften des nationalen Finanzsystems. Die Nominierung der Ratsmitglieder durch Borneo wurde im Protokoll einer BRB-Hauptversammlung im März 2025 festgehalten. In dem Rücktrittsschreiben geben Vasconcelos und Sousa an, von der Zuschreibung erst am 11. Februar erfahren zu haben und leugnen jegliche Verbindungen zum Fonds. „Ich erkläre ferner, dass ich keine Zugehörigkeit, Beziehung oder Kenntnis bezüglich des genannten Fonds habe und weder seine Vertreter noch Verwalter kenne“, heißt es in dem Dokument von einem von ihnen. Anfang Februar 2026 hat BRB ihr Referenzformular bei der Wertpapierkommission (CVM) aktualisiert und mitgeteilt, dass João Carlos Falbo Mansur, Gründer und ehemaliger Vorsitzender des Reag-Aufsichtsrats, zu einem ihrer Hauptaktionäre wurde. Mansur war Ziel der Operation Carbono Oculto, die Verbindungen organisierter Kriminalität zum Finanzmarkt im Zusammenhang mit Geldwäsche untersucht, sowie der Operation Compliance Zero, die Unregelmäßigkeiten bei Banco Master über Reag prüft. Banco Master, verbunden mit Reag und kontrolliert von Daniel Vorcaro, wurde am 18. November 2025 außergerichtlich vom Zentralbank liquidiert wegen angeblicher Finanzbetrügereien in Milliardenhöhe, was von der Bankverteidigung bestritten wird. Der Borneo-Fonds wird als Teil eines Netzwerks versteckter Beteiligungen an Master und Vorcaro identifiziert. Zudem wurden Vorcaro, Mansur und Maurício Quadrado über Investmentfonds während der Aktienemission 2024, die 1 Mrd. R$ einbrachte, zu BRB-Aktionären. Eine Audit bei BRB zur Untersuchung der Master-Operation wirft Verdacht auf ehemalige Manager der Bank des Bundesdistrikts auf und wirft Fragen zur Kapitalerweiterung zur Erleichterung von Geschäften mit Master auf.