Der Vorschlag von Minister Jorge Quiroz, Kommunen für Grundsteuerbefreiungen bei Senioren zu entschädigen, sorgte am Donnerstag unter Bürgermeistern für Uneinigkeit. Oppositionsbürgermeister kritisierten die Berechnungsformel als unfair, während der Senat die Abstimmung auf den 4. August verschob.
Am Donnerstag kam es im Anschluss an die Sitzung des gemeinsamen Ausschusses zu intensiven Beratungen unter den Bürgermeistern. Oppositionsbürgermeister wie Claudio Castro, Tomás Vodanovic und Karina Delfino trafen sich in Santiago und bezeichneten die Maßnahme als „einen absurden Vorschlag“. Sie forderten, dass die gesamte Entschädigungssumme in den Fondo Común Municipal fließt, um eine gerechte Verteilung zu gewährleisten.
Der Streitpunkt liegt darin, dass die Entschädigung nach den geltenden Regeln berechnet wird. Schätzungen des Servicio de Impuestos Internos zufolge würden davon wohlhabendere Gemeinden wie Las Condes mit 13 Milliarden Pesos profitieren, während Quinta Normal lediglich 59 Millionen erhielte. Bürgermeister aus dem rechten Lager verteidigten die Maßnahme als fair gegenüber allen Senioren.
Minister Quiroz reagierte darauf mit der Aussage, wenn die Bürgermeister die Entschädigung nicht wollten, „dann gibt es eben keine Entschädigung, so einfach ist das“. Die Abstimmung im Senat wurde auf den 4. August zwischen 16:00 und 20:00 Uhr vertagt, nachdem sich die Ausschüsse aufgrund fehlender Stimmenmehrheiten auf diesen Termin geeinigt hatten.