Unionsfraktionschef Jens Spahn steht nach der Ankündigung, Vater eines in den USA durch eine Leihmutter geborenen Kindes geworden zu sein, unter Druck. Kritik kommt aus Kirchen und der eigenen Partei.
Spahn und sein Mann Daniel Funke gaben am Mittwoch bekannt, dass eine Leihmutter in den USA ihren Sohn zur Welt gebracht hat. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, und die CDU spricht sich klar gegen eine Legalisierung aus.
Der württembergische Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl kritisierte Doppelmoral und Glaubwürdigkeitsprobleme. Passauer Bischof Stefan Oster nannte das Vorgehen einen echten Skandal.
Aus der CDU forderte Mecklenburg-Vorpommerns Landeschef Daniel Peters den Rücktritt Spahns. Spahn erklärte, die Fraktion solle im September über seine Zukunft entscheiden. Das CDU-Präsidium befasst sich am Montag mit dem Thema.