Jens Spahn hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der Unionsfraktion erklärt, nachdem er bekannt gab, ein Kind durch eine Leihmutter in den USA austragen zu lassen. Die CDU/CSU-Fraktion soll am 29. Juli einen Nachfolger wählen. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einer unvermeidlichen Entscheidung.
Am Samstag erklärte Jens Spahn (CDU) seinen Rücktritt. Die Entscheidung für ein Leihmutter-Baby in den USA löste die Krise aus. Sie überschattet die Reformpläne der Bundesregierung vor der Sommerpause.
Am Montag informierten Interims-Fraktionschef Alexander Hoffmann (CSU) und Steffen Bilger (CDU) die 208 Abgeordneten. Eine Präsenzsitzung zur Wahl des neuen Vorsitzenden findet am Mittwoch, 29. Juli, um 14 Uhr in Berlin statt.
Friedrich Merz deutete im ZDF-Sommerinterview einen möglichen Kabinettsumbau an. Markus Söder und Merz suchen nun einen Nachfolger, der Interessen von Bund und Ländern ausgleicht. Mit Spahn ist ein potenzieller Rivale für künftige Kanzlerkandidaturen ausgeschieden.