Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner verzichtet auf die Spitzenkandidatur der CDU für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September. Die Kreisvorsitzenden der Partei einigten sich auf Finanzsenator Stefan Evers als Nachfolger.
Wegner gab seinen Rückzug am Freitagnachmittag bei einer Pressekonferenz bekannt. Er reagierte damit auf wachsende Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen wegen falscher Angaben zu seinem Verhalten während des Stromausfalls Anfang Januar.
Evers erklärte am Abend nach der Sitzung der Kreisvorsitzenden seine Bereitschaft, die Verantwortung zu übernehmen. Er wolle die Partei im Wahlkampf wieder nach vorn bringen und betonte die Notwendigkeit von Geschlossenheit.
Der CDU-Landesvorstand muss die Entscheidung noch bestätigen. Wegner will bis zur Bildung einer neuen Koalition im Amt des Regierenden Bürgermeisters bleiben, aber nicht mehr in einer künftigen Regierung mitwirken.