Die Senatskanzlei bestätigte am 7. Juli 2026, dass Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner am 3. Januar keine dienstlichen Telefonate vor 12.45 Uhr führte. Dies widerspricht seinen früheren Angaben in einem Interview.
Ein Brandanschlag hatte am 3. Januar die Stromversorgung von bis zu 45.000 Haushalten in Steglitz-Zehlendorf für vier Tage unterbrochen. Wegner hatte in einem Welt-TV-Interview am 7. Januar gesagt, er habe um 8.08 Uhr begonnen, Telefonate zu führen.
Die Senatskanzlei teilte nun mit, vor 12.45 Uhr sei kein Telefonat erfolgt. Der Austausch habe stattdessen per Textnachrichten stattgefunden. Das erste Gespräch um 12.45 Uhr war mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.
SPD-Chef Steffen Krach forderte Konsequenzen und sagte, Wegner habe das Amt schwer beschädigt. Auch die Grünen und die FDP kritisierten die Angaben scharf und sprachen von Vertrauensverlust.