Angesichts historisch niedriger Geburtenzahlen in Deutschland hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt steuerliche Entlastungen für Familien vorgeschlagen. Er sprach sich in einem Interview mit dem Magazin Stern dafür aus, neue Wege zu gehen. Die Geburtenzahl sank im vergangenen Jahr auf 654.300, den niedrigsten Stand seit 1946.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat steuerliche Entlastungen für Familien angeregt, um dem demografischen Problem Deutschlands entgegenzuwirken. «Ich finde, wir sollten auch neue Wege gehen und darüber nachdenken, Familien stärker steuerlich zu entlasten», sagte der CDU-Politiker im Magazin «Stern».
Als konkreten Ansatz nannte Voigt die Freistellung eines Elternteils von der Einkommensteuer bei drei oder mehr Kindern. «Das wäre ein klares Signal: Familien werden nicht nur gelobt, sondern konkret unterstützt», betonte er. Die Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass im vergangenen Jahr nur 654.300 Kinder geboren wurden – so wenige wie seit 1946 nicht mehr.
Voigt bezeichnete die Zahlen als «deutliches Warnsignal» und hob die besonders schwierige Lage im Osten Deutschlands hervor. «Dort wirkt das demografische Echo der 1990er-Jahre besonders stark», erklärte er. Er forderte, Familienpolitik stärker in den Fokus zu rücken und Eltern vor Belastungen wie hohen Energiepreisen und Inflation zu schützen.
«Deshalb müssen wir demografische Entwicklungen bei allen anstehenden Reformen mitdenken», sagte Voigt. Ziel sei es, Familien mehr Planungssicherheit zu geben.