Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze geht davon aus, dass das BSW der AfD nach der Landtagswahl an die Macht verhelfen könnte.
Schulze äußerte sich in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er sagte: «Ich bin überzeugt davon, dass das BSW mit der AfD gemeinsame Sache machen wird, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt.» Der CDU-Politiker warf beiden Parteien vor, über die Landtagswahl bundespolitische Bedeutung gewinnen zu wollen.
Schulze kritisierte AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund als Marionette von Alice Weidel. Er fügte hinzu: «Ich möchte nicht, dass Sachsen-Anhalt von Frau Weidel aus der Schweiz und von Frau Wagenknecht aus dem Saarland regiert wird.»
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig hatte zuvor erklärt, dass es Projekte gebe, die man mit der AfD anstoßen könne. Sie schloss jedoch die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten mit BSW-Stimmen aus.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt. In Umfragen liegt die AfD bei 41 bis 42 Prozent, die CDU bei 23 bis 26 Prozent und das BSW bei 4 bis 5 Prozent.