Ein Gericht in Delhi ordnete am Dienstag eine Untersuchung durch das CBI auf hoher Ebene an, nachdem es Anhaltspunkte dafür fand, dass der Beschuldigte Prabhat Kumar während seines Gewahrsams bei der Behörde Verletzungen erlitten hatte. Die Anordnung erfolgte im Rahmen einer Ermittlung wegen gefälschter Medikamente in Millionenhöhe.
Sonderrichter Sushant Changotra vom Rouse Avenue Court wies das CBI an, die Rolle der Beamten und Vorgesetzten während Kumars Gewahrsam zu untersuchen. Kumar wurde am 16. Juni festgenommen und am darauffolgenden Tag in CBI-Gewahrsam genommen. Medizinische Unterlagen vom 19. und 20. Juni wiesen eine Oberschenkelprellung sowie Blutgerinnsel im linken Ohr auf. Der Richter erklärte, die Behörde könne nicht die Doppelrolle des Ermittlers und des Bestrafers einnehmen. „Die Bestrafung für eine Straftat darf nur von einem zuständigen Gericht nach einem ordnungsgemäßen Rechtsverfahren verhängt werden“, hieß es in der Anordnung. Das Gericht kritisierte zudem das Einfrieren der Bankkonten von Kumars Schwiegervater, ohne dass ein klarer Zusammenhang mit Erlösen aus Straftaten bestand. Kumar hatte behauptet, während des Gewahrsams geschlagen worden zu sein. Das Gericht ordnete eine medizinische Untersuchung im Safdarjung-Krankenhaus sowie eine umfassende Untersuchung der Vorwürfe von Gewalt im Gewahrsam an.