Ein DMK-Sprecher hat gegen ein Editorial der Indian Express gekontert und argumentiert, dass der Amtsenthebungsantrag gegen den Richter G. R. Swaminathan am Madras High Court durch den India-Bloc die Demokratie stärkt, anstatt sie zu untergraben. Der Schritt adressiert das Verhalten des Richters über zwei Jahre, einschließlich mutmaßlicher Vorurteile und Bevorzugungen. Er wird von 120 Abgeordneten unterstützt und folgt früheren Beschwerden an Präsidentin und Obersten Richter.
In einem Leserbrief, der am 18. Dezember 2025 in der Indian Express veröffentlicht wurde, widersprach Salem Dharanidharan, Sprecher der DMK und stellvertretender Generalsekretär des DMK-IT-Flügels, dem Editorial der Zeitung vom 13. Dezember. Das Editorial hatte den Vorstoß der DMK zur Amtsenthebung von Richter G. R. Swaminathan als besorgniserregend und selbstschädigend bezeichnet. Dharanidharan betonte, dass die Amtsenthebung ein verfassungsmäßiger Schutzmechanismus nach Artikeln 124(4) und 217 sei, der Checks and Balances in der Demokratie gewährleiste.
Der Amtsenthebungsantrag, initiiert vom India-Bloc und von 120 Parlamentsmitgliedern unterzeichnet, zielt nicht auf ein einzelnes Urteil ab, sondern auf das Verhaltensmuster des Richters in den letzten zwei Jahren. Vorwürfe umfassen die Entscheidung von Fällen basierend auf einer bestimmten politischen Ideologie, Verletzung säkularer Prinzipien und unangemessene Bevorzugung von Anwälten aus bestimmten Gesellschaftsgruppen. In Verfahren zur Hindu Religious and Charitable Endowments Department untergrub Richter Swaminathan angeblich dessen Rahmenbedingungen. Bei Anhörungen zu Ernennungen nicht-brahmanischer Priester bezeichnete er sich selbst als Smartha-Brahmanen und bezweifelte die Eignung von Nicht-Brahmanen für das Priesteramt.
Weitere Bedenken betreffen die gemeinsame Bühnenauftritte des Richters mit Führern einer politischen Ideologie. 2024 kritisierte er gemeinsam mit BJP-Führer H. Raja die DMK und verspottete deren ehemalige Führer. 2023 erklärte er, das Überleben der Verfassung hänge von der Aufrechterhaltung des 'demografischen Profils' Indiens und der Einhaltung des 'Bharatiya Dharma' ab. Rajya-Sabha-Abgeordneter Kapil Sibal merkte an, dass eine solche Denkweise die Verfassung gefährde.
Vier Monate vor dem Thirupparankundram-Streit hatten Abgeordnete des India-Bloc an Präsidentin Droupadi Murmu und damaligen Obersten Richter B. R. Gavai geschrieben und den Richter beschuldigt, Anwälte aus der Brahmanen-Gemeinschaft und solche mit rechtsextremen Ideologien zu bevorzugen. Dharanidharan betonte, dass die Justiz nicht über jeder Prüfung stehen könne und Parlamentarier institutionelle Übergriffe kontrollieren müssten, um den verfassungsrechtlichen Rahmen zu schützen.