Die kenianische Ärztegewerkschaft (Kenya Medical Practitioners, Pharmacists and Dentists’ Union) hat der Regierung ein 48-Stunden-Ultimatum bezüglich der Pläne für eine von den USA finanzierte Ebola-Quarantänestation auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia gestellt. Das Katiba Institute hat eine gerichtliche Klage eingereicht, um die Vereinbarung zu blockieren.
Die Gewerkschaft kritisierte den Mangel an Transparenz bei den Verhandlungen zwischen der kenianischen Regierung und den Vereinigten Staaten. Sie warnte vor landesweiten Arbeitskampfmaßnahmen, falls das Gesundheitsministerium ein Abkommen unterzeichnet, ohne die Personalengpässe im Gesundheitswesen und lokale biosicherheitstechnische Bedenken anzugehen. Das Katiba Institute reichte seine Petition am 28. Mai mit einem Dringlichkeitsvermerk ein. Die Lobbyorganisation benannte Generalstaatsanwältin Dorcas Oduor und Gesundheitsminister Aden Duale als Antragsgegner und forderte das Gericht auf, die Einrichtung der Station oder die Aufnahme exponierter Personen zu stoppen. Die Petition fordert zudem die Offenlegung sämtlicher Vereinbarungen mit der Trump-Administration sowie einen Notfallplan des Gesundheitsministeriums innerhalb von 24 Stunden. Kenia hat bisher keine Ebola-Fälle verzeichnet, und die Regierung hat die Überwachung an den Grenzen beibehalten.