Äthiopiens Leder-Exportmaschine wird durch Regulierungen zum Rückzug gezwungen

Die äthiopische Lederindustrie, einst der zweitgrößte Exportverdienst, steht vor dem Kollaps wegen Regulierungen. Die Regierung verlegt die Produktion von Addis Abeba nach Modjo. Gerbereien sollen in die neue Modjo Leather City umziehen, sobald die Anlagen fertig sind.

Der Ledersektor in Äthiopien, zuvor ein wichtiger Exportbeitrag, steht nun am Rande des Zusammenbruchs, wie Branchenvertreter mitteilen. Regulierungen haben die Bundesregierung dazu veranlasst, die Produktion aus der Hauptstadt Addis Abeba zu verlagern. Derzeit befinden sich von 11 betriebsbereiten Gerbereien sieben in Modjo, 75 km südöstlich von Addis Abeba, während drei in der Hauptstadt verbleiben. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, wird die geplante Modjo Leather City 174 Hektar umfassen, eine Fläche vergleichbar mit 250 Fußballfeldern. Fast 86 Millionen Dollar wurden für die Standortentwicklung bereitgestellt, einschließlich eines gemeinsamen Abwassersystems und einer Kläranlage. Vertreter geben an, dass die in Addis Abeba geschlossenen Gerbereien bei Fertigstellung der Anlagen an diesen neuen Standort umziehen werden. Dieses Umzugsprojekt zielt darauf ab, die Branche außerhalb der Hauptstadt zu konsolidieren und die Betriebe angesichts anhaltender regulatorischer Drucke zu stabilisieren.

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