Die EU verschiebt ihren Vorschlag für ein Komplettverbot von Ölimporten aus Russland. Grund ist der ausbleibende politische Rückhalt inmitten des Irankriegs, obwohl der Entwurf bereits fertig sei. Die Maßnahme sollte alle Mitgliedstaaten betreffen, einschließlich Ungarn und der Slowakei.
Brüssel/Frankfurt. Die EU-Kommission arbeitet seit Monaten an einem umfassenden Verbot von Ölimporten aus Russland. Der Vorschlag liegt vollständig vor, wird jedoch nun nicht eingebracht.
Aus EU-Kreisen hieß es, der politische Rückhalt sei durch den Irankrieg plötzlich weggebrochen. Eine neue Verordnung sollte allen Mitgliedstaaten den Kauf russischen Öls untersagen – auch Ungarn und der Slowakei.
Die Verzögerung bedeutet, dass das Gesetz vorerst auf Eis liegt. Offizielle Bestätigungen aus Brüssel fehlen bisher.