F1-Kameramann Claudio Miranda über Bildkomposition und Las-Vegas-Herausforderungen

Claudio Miranda, Kameramann des kommenden Formel-1-Films 'F1', teilte in einem Variety-Interview Einblicke darüber, wie Spannung durch Bildkomposition erzeugt wird und welche Schwierigkeiten die Neonlichter von Las Vegas bereiten. Regisseur Joseph Kosinski betonte die Bedeutung realer Immersion und innovationsgetriebener Charakterentwicklung im Projekt. Der Film zeigt Brad Pitt als zurückgekehrten Rennfahrer, der einen Rookie betreut.

Joseph Kosinski plante während der Dreharbeiten zu 'Top Gun: Maverick' bereits sein nächstes Projekt, 'F1', einen Actionfilm rund um Formel-1-Rennen. Er arbeitete erneut mit Kameramann Claudio Miranda zusammen, um authentische Hochgeschwindigkeitsaction ohne Greenscreens einzufangen. Dafür entwickelte Miranda in Kooperation mit Sony Electronics maßgeschneiderte Kameras – vier pro Rennwagen, mit Fernbedienungen für Schwenk und Fokussierung –, um intensive Sequenzen zu drehen. In einem von Variety-Redakteurin Jazz Tangcay moderierten Gespräch hob Kosinski hervor, wie Story und Charaktere die technischen Fortschritte lenkten. 'Wie verbinden wir das Publikum mit den Charakteren in einem solchen Film? Das hat all diese Innovationen angetrieben, die Claudio umgesetzt hat', sagte er. Die Handlung folgt Sonny Hayes (Brad Pitt), einem ehemaligen F1-Fahrer, den Teamchef Ruben (Javier Bardem) Mitte der Saison rekrutiert, um Rookie Joshua Pearce (Damson Idris) zu betreuen und ein Podiumsziel zu erreichen. Kerry Condon spielt Kate, Sonnys Vertraute. Das Casting für Joshua war herausfordernd; Casting-Direktorin Lucy Bevan sichtete Tausende Bänder, bevor sie Damson Idris wählte. Kosinski lobte Idris: 'Damson war ein Wunder und hat sich mit einer der größten Filmstars der Welt gemessen, in seinem ersten Film, und hat diesen so lebendigen Charakter geschaffen. Er ist der Antagonist, aber so sympathisch, weil man total versteht, woher er kommt.' Miranda konzentrierte sich auf die Komposition, um Spannung aufzubauen: 'Wir haben die Winkel gewählt, die wir für die Szene brauchten. Wenn wir intensiver wollten, sind wir etwas näher rangefahren.' Abseits der Strecke galt das für emotionale Szenen wie das Balkongespräch von Sonny und Kate in Las Vegas in der Nacht vor dem Grand Prix. Die Neonschilder der Stadt stellten Beleuchtungsprobleme dar: 'Das ist ein realer Drehort und er schafft etwas Beleuchtungsherausforderungen. Es ist wirklich die Nacht vor dem Grand Prix, man sieht die Stadien aufgebaut werden. Es ist Echtzeit, da ist Vegas, und diese Lichter sind manchmal nervig', bemerkte Miranda. Dennoch schätzte er ihren Erdungseffekt: 'Manchmal wurden diese Lichter weiß, aber auf eine Weise hat es den Film geerdet, und ich mochte es irgendwie, wenn diese Dinge aufleuchteten. Es erdet den Schauspieler in der Umgebung. Vielleicht, wenn ich es nicht zu sehr kontrolliert hätte, hätte es synthetischer gewirkt.'

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