Bauern und Reismüller in Tamil Nadu drängen die Regierung, die Agrarmarktgebühr für wichtige Güter wie Reis und Baumwolle zu erlassen, um finanzielle Belastungen angesichts steigender Produktionskosten zu lindern.
Bauern und Reismüller haben die Aussetzung der Agrarmarktgebühr gefordert, die auf notifizierte Güter wie Reis, Baumwolle, Kurkuma und Ölsaaten in den 260 regulierten Märkten des Bundesstaates erhoben wird. Diese Gebühr in Höhe von 1 bis 2,5 Prozent belastet die Produzenten zusätzlich, die mit hohen Inputkosten, unseasonalen Regenfällen und Marktschwankungen zu kämpfen haben. R. Muralimohan, Sekretär des Chengalpattu District Farmers Association, betonte die Notwendigkeit von Entlastung und sagte: „Das wäre ein Schritt zugunsten von Bauern, Verbrauchern und Händlern. Die Bauern sind bereits von den steigenden Produktionskosten belastet. Meistens machen wir Verluste durch unseasonale Regen und Launen der Natur. Diese Gebühr muss ausgesetzt werden.“ P.R. Pandian, Generalsekretär der Tamizhaga Cauvery Farmers Association, kritisierte die Marketingausschüsse dafür, dass sie faire Preise nicht sicherstellen, und wies darauf hin, dass nur 48 Güter notifiziert sind, während andere wie Tomaten und Mangos oft wegen niedriger Erlöse entsorgt werden. Er sagte, die Absicht der Gebühr sei positiv, aber in der Praxis unwirksam. Reismühlenbesitzer, vertreten durch A.C. Mohan von der Federation of Tamil Nadu Rice Mill Owners and Paddy Rice Traders Association, hoben Probleme bei der Gebüheerhebung außerhalb offizieller Räumlichkeiten hervor. Er erwähnte eine kürzliche Razzia in 10 Mühlen im Distrikt Vellore, bei der Müller gezwungen wurden, Gebühren und Strafen für aus anderen Staaten stammenden Reis zu zahlen, der bereits anderswo besteuert wurde. Mohan argumentierte, dass Gebühren nicht auf lokal nicht angebaute Güter angewendet werden sollten. Ein Bauer aus Kancheepuram wies darauf hin, dass das Nachbarbundesland Karnataka die Gebühr bereits ausgesetzt hat, und bedauerte den Mangel an Infrastruktur wie Lagern und Kühlhäusern, obwohl die Einnahmen dem Wohlergehen der Bauern zugedacht sind.