Der norwegische Fußballtrainer Åge Hareide ist im Alter von 72 Jahren an einem Hirntumor gestorben. Die Familie bestätigt, dass er zu Hause von Angehörigen umgeben verstarb. Hareide, der schwedische Klubs Helsingborg und Malmö FF zu Meisterschaften führte, wird als Riese im norwegischen Fußball gefeiert.
Åge Hareide, eine der prominentesten Figuren im norwegischen Fußball, starb am 18. Dezember 2025 nach einer Krankheitsphase. Sein Sohn Bendik Hareide sagte zu VG und NRK: «Papa verstarb am Abend zu Hause mit der Familie um sich herum. Er hat nun sein letztes Spiel gespielt. Wir sind ewig dankbar für all die Liebe, die wir während seiner Krankheit erhielten.»
Hareide wurde im Sommer 2025 mit einem Hirntumor diagnostiziert, den er in einem Novemberinterview mit VG als Schock bezeichnete. Die Krankheit beeinträchtigte seine Sprache und Beweglichkeit, und er erhielt bis in den Herbst hinein Behandlungen. Dennoch war er bei Norwegens 4:1-Sieg im San Siro Mitte November anwesend, der die WM-Qualifikation 2026 sicherte – ein Ereignis, das er voll miterleben wollte.
Als Spieler absolvierte Hareide 50 Länderspiele für Norwegen und spielte u. a. für Manchester City. Seine Trainerkarriere erstreckte sich von den 1980er-Jahren bis 2024 und umfasste Stationen in Schweden, Norwegen, Dänemark und Island. In Schweden führte er Helsingborg zum Pokal 1998 und zur Meisterschaft 1999 sowie Malmö FF zur Meisterschaft und Supercup 2014. Insgesamt gewann er acht Pokal- und Meistertitel und wurde 2014 zum Allsvenskan-Trainer des Jahres gewählt. Er war auch Nationaltrainer von Norwegen, Dänemark und Island.
Tribute kamen sofort. Norwegens Trainer Ståle Solbakken sagte zu VG: «Åge war einer der Größten im norwegischen Fußball, als Spieler und Trainer.» Norwegens Fußballpräsidentin Lise Klaveness nannte ihn «einen Mann, der unseren Sport auf so viele Weisen beeinflusst hat.» SVT-Experte Magnus Eriksson, der unter Hareide bei Malmö FF spielte, nannte es «eine unglaubliche Trauer» und erinnerte ihn als «extrem geschätzte Person, guten Leader und großen Mann.» Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sagte: «Norwegischer Fußball wird Hareides Temperament auf der Bank und seine Großzügigkeit und Wärme daneben vermissen.»
Hareides Tod markiert das Ende einer Ära im nordischen Fußball, in der sein Ehrgeiz, Humor und Zugänglichkeit ein bleibendes Erbe hinterlassen.