Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der EM 2026 in Herning Norwegen mit 30:28 besiegt und bleibt Tabellenführer der Hauptrundengruppe. Torwart Andreas Wolff rettete 23 Bälle, während Marko Grgic mit sieben Toren glänzte. Der Sieg hält den Traum vom Halbfinale lebendig.
In der Jyske Bank Boxen in Herning sicherte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) unter Trainer Alfred Gislason einen knappen, aber verdienten Sieg gegen Norwegen. Das Spiel endete 30:28 (15:17) vor über 10.000 Zuschauern. Nach einem zähen Start, in dem Deutschland früh mit 3:7 zurücklag, hielt Torwart Andreas Wolff die Mannschaft im Spiel. Der 34-jährige Kieler parierte 23 Würfe, darunter schwere Schüsse von Norwegens Star Sander Sagosen.
Bundestrainer Gislason lobte Wolff als „phänomenal“. In der ersten Halbzeit fehlte es der Offensive an Präzision, mit Fehlwürfen und Ballverlusten. Nach der Pause drehte das Team auf: Franz Semper belebte das Spiel mit vier Toren, und Marko Grgic erzielte sieben Treffer aus neun Würfen. „Alfred hat mir in der Pause gesagt, die Mannschaft würde mich mehr denn je brauchen“, erklärte der 22-jährige Flensburger Grgic.
Ein Highlight war das Familienduell: Deutschlands Rune Dahmke traf auf seinen Schwager Sagosen. Dahmke freute sich über den Sieg, betonte aber: „Hätten wir Andi nicht gehabt, hätte es anders ausgesehen.“ Norwegens Sagosen war enttäuscht: „Wolff ist der Unterschied.“
Mit sechs Punkten führt Deutschland vor Dänemark und Frankreich (je vier). Nächste Herausforderungen: Dänemark am Montag und Frankreich am Mittwoch. Der Sieg sichert mindestens Platz drei und das Spiel um Platz fünf.